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  • 13. Mai 2016

    Was der Gletscher verschlungen hat

    Rezension – Belletristik

    – Ófeigur Sigurðsson: Öræfi – Ach, entschuldigt, ich versuche nur, unterhaltsam zu sein, sagte Fastagestur, sagt Bernharður, dolmetscht Túlka, schreibt Dr. Lassi in ihrem Bericht, schrieb Bernharður mir in einem Brief im Frühling 2003. Durch etwa so viele Münder und Stifte geht das, was in diesem preisgekrönten Roman erzählt wird. Laut... Artikel ansehen

  • 23. Februar 2016

    Entwurzelt

    Rezension – Klassiker

    – Guðmundur Andri Thorsson: Mín káta angist – Blasiert seien die Menschen aus der Großstadt, schrieb der Kulturtheoretiker Georg Simmel Anfang des 20. Jahrhunderts. Cool, würde man heute wohl sagen, und gerade diese Coolness ist es, die dem Protagonisten Egill in Guðmundur Andri Thorssons Roman Mín káta angist sehr zu schaffen... Artikel ansehen

  • 5. Februar 2016

    All ihre Himmelsrichtungen

    Rezension – Belletristik

    – Soffía Bjarnadóttir: Segulskekkja – Hildur erhält die Nachricht, dass ihre Mutter Sigríður (kurz Siggý) gestorben ist. Eilig packt sie ein paar Kleider zusammen und macht sich auf den Weg aus Finnland, wo sie als Ausgrabungsleiterin arbeitet, nach Flatey, eine im Winter kaum noch besiedelte Insel im isländischen Breiðafjörður. Doch ganz wohl... Artikel ansehen

  • 6. Dezember 2015

    Alles ist gut, was mit Schokolade endet

    Rezension – Kinder- und Jugendbuch

    – Bryndís Björgvinsdóttir: Hafnfirðingabrandarinn – „Ich bin Klara und wohne in einem Schweinestall in Hafnarfjörður.“ – Was um Himmels willen ist Hafnarfjörður? Hafnarfjörður ist ein Ort gleich südlich von Reykjavík, noch Teil des Ballungsraums um die Hauptstadt, aber doch eigenständig und mit über 27.000 Einwohnern für isländische Verhältnisse beachtlich in der... Artikel ansehen

  • 20. November 2015

    Kleine, heile Welt

    Rezension – Krimi/Thriller

    – Steinar Bragi: Kata – Dein Todeskampf wird lang und schwer sein, wird ihr gesagt. Was Kata aus dieser rätselhaften Prophezeiung macht, soll hier zur Sprache kommen, aber eines vorweg: Auch dieser Roman ist lang und schwer. Schwere Kost. Dafür aber unglaublich gut. Kata hat eigentlich ein ganz schönes Leben. Sie... Artikel ansehen

  • 30. September 2015

    Hoffnung

    Rezension – Belletristik

    – Kristín Steinsdóttir: Vonarlandið – Kristín Steinsdóttir ist eine Meisterin der beeindruckenden Frauenfiguren in kleinen, klugen Romanen. In Deutschland ist sie zum Glück keine Unbekannte, denn zwei Romane wurden bereits übersetzt: Eigene Wege von Tina Flecken und Im Schatten des Vogels von Annika Lüders (beide 2011). Ihr neuestes Werk steht diesen beiden... Artikel ansehen

  • 7. September 2015

    Willkommen im Anthropozän

    Unterwegs

    Endlich habe ich es geschafft, mir im Deutschen Museum die Sonderausstellung Willkommen im Anthropozän anzusehen, für deren Katalog ich einige Artikel übersetzen durfte. Eine kleine, sehr zurückhaltende Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Rachel Carson Center entstanden ist und ein wichtiges Thema in den Mittelpunkt rückt, nämlich – wie Paul... Artikel ansehen

  • 26. August 2015

    Schafherde und Leithammel

    Rezension – Klassiker

    – Einar Hjörleifsson Kvaran: Ofurefli – Klatsch, Tratsch, Verleumdungen – das ist kein modernes Phänomen à la Bild und InTouch: Anfang des 20. Jahrhunderts hieß das (fiktive) Leitmedium in Reykjavík Öndvegi, und die Journalisten wussten ganz genau, wie man einen jungen Pastor in Misskredit bringt. Ofurefli („Übermacht“) wurde schon einmal ins... Artikel ansehen

  • 12. August 2015

    Die Saga von den drei Welten

    Rezension – Kinder- und Jugendbuch

    – Kjartan Yngvi Björnsson und Snæbjörn Brynjarsson: Þriggja heima saga – Eigentlich bedeutet das Wort saga im Isländischen einfach nur „Geschichte“, „Erzählung“, doch bei dem ehrgeizen, auf sechs Bände angelegten Fantasy-Werk von Kjartan Yngvi Björnsson und Snæbjörn Brynjarsson kann man auch im Deutschen wohl schon von einer „Saga“ sprechen. Derzeit... Artikel ansehen