24. Mai 2019

Die narrativa in Bildern

Letztes Wochenende aber war ich auf der jährlichen Autorentagung der Textmanufaktur: auf der narrativa. Zuerst musste ich mir allerdings ein bisschen Berlin anschauen.

Vor dem Hamburger Bahnhof. Leider war spontan keine Eintrittskarte für die Emil-Nolde-Ausstellung zu bekommen. Also mit dem Rollkoffer wieder zurück übers Katzenkopfpflaster.
Und zu Fuß zum Hotel …
Aussicht. Die Mauersegler kamen eine halbe Minute später. Ich mag ihr Kreischen. (Und ich liebe Spatzen! Warum gibt es in München eigentlich keine Spatzen? Hat das mal jemand untersucht? Haben wir die alle ausgerottet?)
Dann auf Richtung Prenzlauer Berg, um meine neue Lektorin zu treffen!
Idyllisches Café, schönes Gespräch!
Endlich ging es los! Die Aula des GLS Campus an der Kastanienallee. Der gebuchte Workshop fiel leider aus, weil die Dozentin im Stau stand. Der Ersatz-Workshop zum Thema Dialoge konnte nur halb überzeugen.
Judith Heitkamp (links) führte die beiden Tage unermüdlich durchs Programm. Katharina Rennhak (rechts) redete über irische Gegenwartsliteratur. Sally Rooney und Anna Burns stehen jetzt ganz oben auf meiner Leseliste. (Die zugezogenen Vorhänge machten alle Fotos rot.)
Wolfgang Hörner (rechts) ist Verleger des Galiani-Verlags und erzählte Anekdoten von seinen Autor*innen. Als Debütant*in sollte man sich aber bei ihm wohl keine Hoffnung machen …
Katrin Kroll von der Agentur Petra Eggers hörte sich Pitches der Teilnehmenden an und übte freundliche Kritik. In einer Pause wechselte ich zu Florian Glässing von Landwehr & Cie. Die Rücksicht, mit der die beiden das eingesandte Material bewerteten, war beeindruckend.
Und zum Schluss Joachim Meyerhoff mit einem Vortrag zur Leichtigkeit des Erzählens. Er hatte offenbar große Fans im Publikum, die ganz viel kichern mussten. Ich hingegen musste einen Husten unterdrücken und hatte wahrscheinlich einen ganz roten Kopf.
Und dann noch Burger!

Fazit?

  1. Eine recht männerlastige Veranstaltung, zumindest wenn man danach geht, wer auf der Bühne stehen durfte.
  2. Liebe Bekannte dabei zu haben ist schön, unterdrückt aber den Drang zum Netzwerken.
  3. Die Welt ist klein, und Leute, die man in München nie trifft, trifft man in Berlin.
  4. Zwei Tage mit Dutzenden Pitches und Textauszügen können schon mal den Gedanken hochkommen lassen: Warum schreibe ich eigentlich auch noch?

Nächstes Jahr findet die narrativa in Frankfurt statt. Ich werde aber vielleicht stattdessen den Selfpublishing Day in Düsseldorf ausprobieren.